Notfalldecken
Notfalldecken, auch Rettungsdecken genannt, dienen dazu, den Körper einer verletzten oder erschöpften Person vor Auskühlung oder Überhitzung zu schützen. Sie gehören zur Grundausstattung der Ersten Hilfe und finden sich sowohl in der Notfallmedizin als auch im Verbandkasten, im Erste-Hilfe-Set und in der Outdoor-Ausrüstung. Dieser Bereich umfasst die klassischen gold-silbernen Rettungsfolien und verwandte Wärmedecken.
Die folgenden Abschnitte erklären, wie eine Rettungsdecke wirkt, welche Seite wann nach innen gehört und wie sie richtig angewendet wird.
Wie eine Rettungsdecke funktioniert
Eine Rettungsdecke besteht aus einer dünnen, reißfesten Polyesterfolie mit einer aufgedampften Aluminiumschicht und hat eine goldene und eine silberne Seite. Sie wärmt nicht aus sich heraus und wirkt auch nicht wie eine dämmende Decke, sondern reflektiert die vom Körper abgegebene Wärmestrahlung. Da die Folie zugleich wind- und wasserundurchlässig ist, schützt sie vor Nässe und Wind und verringert so den Wärmeverlust. Für eine gute Wirkung sollte zwischen Folie und Körper eine Luftschicht bleiben.
Welche Seite nach innen? Silber oder Gold
Die beiden Seiten haben unterschiedliche Funktionen, sodass sich die Decke je nach Situation einsetzen lässt. Zum Kälteschutz wird die silberne Seite zum Körper gewandt: Sie reflektiert die Körperwärmestrahlung nach innen und verringert die Gefahr einer Unterkühlung; die goldene Seite zeigt dann nach außen. Zum Hitzeschutz wird die goldene Seite zum Körper gedreht, während die silberne Seite nach außen einen Teil der Sonnenstrahlung reflektiert und so einer Überhitzung entgegenwirkt.
Richtige Anwendung
Für eine wirksame Anwendung wird die Person locker in die Decke eingewickelt, wobei das Gesicht frei bleibt. Die Decke sollte nicht zu eng anliegen, damit eine isolierende Luftschicht entsteht, und Öffnungen lassen sich durch Umschlagen oder Verknoten schließen. Bei Kälte empfiehlt sich zusätzlich eine Unterlage gegen die Bodenkälte, da die Folie allein die Wärmeableitung zum Boden nicht verhindert. Die glänzende Oberfläche kann außerdem dazu dienen, in einer Notsituation optisch auf sich aufmerksam zu machen. Über Brandwunden sollte die Folie nicht direkt aufgelegt werden.
Einsatzbereiche
Notfalldecken kommen in verschiedenen Situationen zum Einsatz. In der Verletztenbergung und beim Transport stabilisieren sie die Körpertemperatur; bei Sportveranstaltungen wie Marathonläufen schützen sie die Teilnehmer nach der Anstrengung vor raschem Wärmeverlust; und in der Outdoor- und Reiseausrüstung gehören sie zur Grundausstattung im Erste-Hilfe-Set. Da sie klein und leicht sind, lassen sie sich platzsparend verstauen.
Dieser Bereich ist Teil der Kategorie Notfall. Als Bestandteil der Erstversorgung ergänzt die Notfalldecke das Erste-Hilfe-Kit als tragbare Grundausstattung, die Notfall- und Rettungsliegen für den Transport des Patienten sowie die Notfall- und Sauerstoffausrüstung für die Versorgung vor Ort.
Häufige Fragen zu Notfalldecken
Welche Seite der Rettungsdecke kommt nach innen?
Das hängt vom Zweck ab. Zum Schutz vor Unterkühlung wird die silberne Seite zum Körper gewandt, damit sie die Körperwärmestrahlung reflektiert; die goldene Seite zeigt nach außen. Zum Schutz vor Überhitzung wird die goldene Seite zum Körper gedreht, während die silberne Seite außen die Sonnenstrahlung reflektiert.
Wärmt eine Rettungsdecke aktiv?
Nein. Eine Rettungsdecke erzeugt keine eigene Wärme und wirkt nicht wie eine dämmende Decke. Sie reflektiert lediglich die vom Körper abgegebene Wärmestrahlung und schützt durch ihre wind- und wasserundurchlässige Folie vor Nässe und Wind. Für eine gute Wirkung sollte eine Luftschicht zwischen Folie und Körper bleiben und bei Kälte zusätzlich eine Unterlage gegen die Bodenkälte verwendet werden.
Wozu gehört eine Notfalldecke?
Eine Notfalldecke gehört zur Grundausstattung der Ersten Hilfe und findet sich im Verbandkasten, im Erste-Hilfe-Set und in der Outdoor-Ausrüstung. Sie wird in der Verletztenbergung, beim Patiententransport, bei Sportveranstaltungen und bei Outdoor-Aktivitäten eingesetzt, um den Körper vor Auskühlung oder Überhitzung zu schützen.