Elektrische Massageliegen
Eine elektrische Massageliege verstellt die Höhe per Fussschalter, ohne dass die Behandlung unterbrochen wird. Genau darin liegt der Unterschied zu einer hydraulischen Liege, die eine Fusspumpe und mehrere Tritte braucht, und zu einer klappbaren, die auf eine feste Höhe eingestellt ist.
Ob sich der Aufpreis rechtfertigt, hängt weniger am Behandlungstyp als an der Zahl der Personen, die an derselben Liege arbeiten, und daran, ob im Sitzen und im Stehen gewechselt wird.
Was die Motorisierung leistet
Der Motor bewegt die Höhe. Weitere Motoren bewegen einzelne Segmente: Rückenteil, Beinteil, teils die Neigung der gesamten Liegefläche. Je mehr Segmente einzeln fahren, desto weniger muss die Person auf der Liege selbst mitarbeiten.
Für klassische Massage genügt in der Regel die Höhenverstellung. Sobald Positionen gehalten werden müssen — Bauchlage mit angehobenem Rückenteil, halb sitzende Position bei Nacken- und Schulterarbeit — lohnen sich getrennt fahrbare Segmente. In der Physiotherapie ist das der Normalfall; in der Kosmetik hängt es davon ab, ob auch Gesichtsbehandlungen am selben Platz stattfinden.
Worauf beim Vergleich zu achten ist
Die Datenblätter unterscheiden sich vor allem in vier Punkten, und drei davon werden in Vergleichen oft übersehen:
- Höhenbereich in cm, nicht nur die Maximalhöhe — die untere Grenze entscheidet, ob im Sitzen gearbeitet werden kann
- Breite der Liegefläche, relevant für Bauchlage und für breitere Personen
- Belastbarkeit, angegeben als zulässige Arbeitslast
- Art der Bedienung: Fussschalter rundherum, Fussschalter an einer Seite oder Handbedienung
Der Fussschalter ist der Punkt, der im Alltag am meisten auffällt. Ein Schalter, der nur an einer Seite liegt, zwingt zum Umlaufen; ein umlaufender Rahmen lässt sich von jeder Position aus treten. Bei einer Liege, die täglich mehrfach verstellt wird, summiert sich das.
Elektrisch, hydraulisch oder klappbar
Die drei Bauarten lösen unterschiedliche Probleme. Elektrisch heisst Komfort und Geschwindigkeit bei ortsfestem Einsatz. Hydraulische Massageliegen verstellen ebenfalls die Höhe, brauchen aber keinen Stromanschluss — ein Argument in Räumen ohne Steckdose am Behandlungsplatz.
Klappbare Massageliegen sind für den mobilen Einsatz gebaut und in der Höhe nur vor der Behandlung einstellbar. Wer ausschliesslich am festen Platz arbeitet, gewinnt damit nichts. Feststehende Modelle haben eine unveränderliche Höhe und sind die einfachste Lösung, wenn immer dieselbe Person daran arbeitet.
Ein Hinweis zur Abgrenzung: die Liegen in dieser Kategorie sind für Massage, Kosmetik und allgemeine Behandlung gedacht. Für die Physiotherapie mit Bobath-Arbeit oder mit besonderen Anforderungen an die Liegefläche führt der Weg in den Überblick über Behandlungs- und Massageliegen, von dem aus die spezialisierten Bauarten erreichbar sind.
Häufige Fragen
Wie viele Motoren braucht eine elektrische Massageliege?
Für klassische Massage genügt ein Motor für die Höhenverstellung. Weitere Motoren bewegen Rücken- und Beinteil einzeln und lohnen sich, wenn Positionen während der Behandlung gehalten werden müssen.
Was ist der Unterschied zu einer hydraulischen Liege?
Die elektrische Liege wird per Fussschalter verstellt, die hydraulische über eine Fusspumpe mit mehreren Tritten. Die hydraulische braucht keinen Stromanschluss.
Lässt sich eine elektrische Massageliege im Sitzen nutzen?
Das hängt vom unteren Ende des Höhenbereichs ab, nicht von der Maximalhöhe. Wer im Sitzen arbeiten will, prüft die Mindesthöhe im Datenblatt.
Wo liegt der Fussschalter?
Je nach Modell umlaufend am Rahmen, an einer Seite oder als Handbedienung. Ein umlaufender Schalter lässt sich von jeder Arbeitsposition aus treten.